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»Und alsbald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehend.«  – APOSTELGESCHICHTE 9, 18; Lutherbibel 1912

Der Polar arbeitet zurzeit an seinem zweiten Studioalbum Damaskuseffekt. Nach 2 Jahren Studioarbeit ist das Konzeptalbum fast fertig. Alle Songs wurden auch diesmal in Eigenregie geschrieben und produziert. Die Fotos zum Album stammen von Thomas Schweigert, der bereits Karl Lagerfeld und Jan Philipp Reemtsma fotografierte. Weitere Infos gibt es unten in der niegelnagelneuen Bio. Schön, dass ihr hier seid. Viel Spaß!

Letztes offizielles Video


Biografie

2011 – Im Flachwasser der deutschen Popszene tauchen neue Künstler auf, welche die deutsche Radiolandschaft neu prägen. Waren deutsche Texte bis dahin oft oberflächlich, zumindest wenn sie nicht gerade von den Urgesteinen wie Grönemeyer oder Rio Reiser geschrieben waren, prägen nun Künstler wie Phillip Poisel oder Andreas Bourani die deutsche Musikszene. Der Polar nimmt sich damals einen Freiraum, der vielen Major Künstlern nicht eingeräumt wurde und schreibt Texte über den Tod oder Kokainkonsum, die so leicht sind, dass selbst eine bekannte Frauenzeitschrift das Album „Herz plus Blut“ als kleines Pop-Meisterwerk würdigt. Das erste Video löst einen kleinen Skandal aus, als es bei YouTube gesperrt wird, für die anderen beiden Videos können Stars wie Cosma Shiva Hagen oder Regina Halmich gewonnen werden. Ein spannender Start für den damaligen Newcomer.

Trotz Star-Aufgebot, doch immer zurückhaltend, trotz Heavy Rotation auf Viva und Mtv nicht in die Charts – von Anfang an polarisiert Der Polar auch wenn er dieses Wort überhaupt nicht mag. Es hat nichts mit seinem Pseudonym zu tun, von dem er selbst nicht genau weiß, was es bedeutet. Der Erfolg bringt dem in Aachen geborenen Künstler einen Exklusivvertrag bei einem der größten Independent-Verlage der Welt ein. Er zieht nach Hamburg, schreibt Lieder für Künstler wie Annett Louisan, Mary Roos oder Glasperlenspiel. Auf das neue Künstlerleben folgt das Aus in der Beziehung, auf das hoch folgt das Tief. Ironie des Schicksals, ist Der Polar doch genau in so einer Situation entstanden. Die Probleme verarbeitet Der Polar fortan beim Songwriting und er schreibt wieder mehr für sich selbst, stellt das Schreiben für andere Künstler wieder hinten an. Der Zufall will es schliesslich, dass ausgerechnet ein Major

Label aus einer Reihe von Songs, den einen Polar Song heraus hört  und mehr über das Projekt wissen möchte und motiviert vom positiven Feedback wird die Produktion des Albums konkreter.  Alles klingt jetzt Irgendwie persönlicher und auch irgendwie erwachsener. „Aber welcher Künstler wäre das nach 5 Jahren nicht.“ sagt er über sich selbst.

Damaskuseffekt verarbeitet den Schmerz der Trennung und das „Nicht mehr weiter wissen“. Am Boden zerstört sein (in den Titeln Liebe und Reue), die kurze Euphorie (So egal und Kelly), um dann schliesslich zu sich selbst zu finden (Strassenjunge).  In Dein Leben beschreibt der Songwriter auf beklemmende Weise, wie man sich in einer Beziehung so sehr anpasst, dass man selbst zum Anderen wird, spielt dabei ohne Effekthascherei unbewusst auf Kafkas Erzählung Die Verwandlung an. Hier hört man am stärksten den Einfluß deutscher Musikgrößen wie Herbert Grönemeyer.

Der Titel Damaskuseffekt selbst, ist dem „Damaskuserlebnis“ entlehnt – der Philosophie, dass aus dem Scheitern nicht nur etwas Neues wächst, sondern, dass man sich im Scheitern erst findet (Hundertmillionentausendprozent du selbst). Der Polar ist diesmal noch etwas selbstironischer, auch das hat er mit den Altmeistern wie Udo Lindenberg oder Rio Reiser gemeinsam. Er will nicht viel und schafft doch irgendetwas, das vielen deutschen Künstlern nach wie vor schwer fällt. Ehrlich zu sein, ohne Indie sein zu wollen – anspruchsvolle Texte zu schreiben, ohne dabei kompliziert zu sein. Vielleicht ist das die Schnittmenge die Frauenzeitschriften und der Feuilleton gemeinsam haben – die Suche nach der „irgendwie“ guten Musik.

Videos

Diskografie

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Aktuelles Album – Herz + Blut (2o11)

„Der Selfmade-Composer und sehr ästhetisch anschlagende Pianoman besitzt nicht nur die Fähigkeit zum Schreiben origineller deutschsprachiger Lieder. Er kreiert stattdessen gleich ein gänzlich neues Paket Pop.“ – Laut.de

„…blitzssauberes, sehr cleveres und grundentspanntes kleines Pop-Meisterwerk.“ – Petra